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VR ist ein Treiber für den Wandel in der professionellen Dienstleistungsbranche

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Mitarbeitende mit aufgesetzten VR-Headsets veranschaulichen, wie VR im Geschäftsleben genutzt wird.

Inwiefern kann die professionelle Dienstleistungsbranche von VR profitieren?

Die professionelle Dienstleistungsbranche nutzt Virtual Reality (VR) für die Simulation realistischer Lernumgebungen, die Soft-Skills-Entwicklung bei Mitarbeitenden und eine Stärkung der Arbeitsplatzkultur.

Dank VR können die Führungskräfte der Zukunft ihr Präsentationsgeschick und ihre sozialen Kompetenzen schon heute üben – so oft wie nötig, jederzeit und an jedem beliebigen Ort. In Virtual-Reality-Meetings treffen sich Mitarbeitende aus verschieden Teilen der Welt in virtuellen Veranstaltungen und haben so das Gefühl, sie seien tatsächlich dort im selben Raum zusammen. Neue Mitarbeiter*innen sind schnell eingearbeitet: Mit einem VR-Onboarding-Programm sind sie am ersten Tag im neuen Job einsatzbereit.

Unternehmen rund um den Globus setzen virtuelle Realität ein, um das Zugehörigkeitsgefühl zur Organisation zu stärken, und schaffen so eine Basis für alle ihre Aktivitäten. Im Folgenden sehen wir uns drei wesentliche Bereiche an, in denen diese Vorzüge klar herausgestellt werden.

VR-Avatare in einem virtuellen Bürobereich

Mit VR die Arbeitsplatzkultur stärken

In der heutigen Arbeitswelt gibt es häufiger verteilte Teams und der Zusammenhalt ist daher wichtiger denn je zuvor. Hybrides und remotes Arbeiten sind weit verbreitet, also setzt die professionelle Dienstleistungsbranche VR ein, um ein tieferes Zugehörigkeitsgefühl zu schaffen.

Für die Teams im Homeoffice wollte beispielsweise die Consulting-Firma Accenture mit VR großflächig eine Arbeitskultur und Community aufbauen. So entstand eine virtuelle Campus-Umgebung: Nth Floor. Hier gibt es Räume, die „immer geöffnet“ sind und interaktive Ausstellungen, damit die Mitarbeitenden an unternehmensweiten Events teilnehmen, sich mit der Kultur auseinandersetzen und professionelle Kontakte knüpfen können. Dafür wurden ihnen mehr als 65.000 Meta Quest-Headsets zur Verfügung gestellt.

Accenture setzte am Arbeitsplatz VR ein und veranstaltete über 5.000 Events und Workshops in der Virtual Reality im Nth Floor, mit insgesamt 50.000 aktiven Nutzer*innen in sechs Ländern. Das Ergebnis: eine Steigerung der Lernleistung um 33 % verglichen mit dem Einsatz von Videos und eine Bewertung von 4,7/5 für das VR-Onboarding.

Außerdem lässt sich mit VR das Onboarding in der professionellen Dienstleistungsbranche optimieren. Manche Organisationen erstellen VR-Umgebungen, in denen neue Mitarbeitende die Unternehmenskultur selbst erleben können, statt schriftliche oder visuelle Informationen darüber zu erhalten.

Beim traditionellen Onboarding werden neue Angestellte in den ersten Tagen oft mit viel zu vielen Informationen im Papierformat bombardiert. Die Boston Consulting Group Central Europe hat für ihre neuen Mitarbeitenden ein Metaversum erstellt, in dem sie in die Arbeitsplatzkultur von BCG ganz eintauchen können. Seit dem Start im Juni 2024 können neue Mitarbeiter*innen jetzt ab dem ersten Tag voll durchstarten. Das Onboarding am Arbeitsplatz wurde erheblich verschlankt, womit sich Zeit und Kosten sparen ließen. An Lob mangelt es nicht – z. B. eine Zufriedenheitsrate von 100 % bei neuen Mitarbeitenden, von denen ebenfalls 100 % das Erlebnis als nützlich befanden.

„Für uns ist das eine Möglichkeit, das Leben bei BCG darzustellen“, sagt Minh Ngo, Learning Design Manager bei der Boston Consulting Group Central Europe. „Unsere neuen Mitarbeitenden können Werte und Kultur des Unternehmens auf unterhaltsame Art und Weise entdecken, wann immer sie möchten. Dabei folgen wir keinem Top-down-Ansatz, wie beim traditionellen Onboarding, sondern es entwickelt sich eine wechselseitige Beziehung.“

VR-Avatare schulen Fachkräfte in einer virtuellen Lernumgebung

Die Vorzüge von VR für Schulungen in der professionellen Dienstleistungsbranche

Mit VR können sich Fachkräfte komplexe Fertigkeiten aneignen, und das in einer sicheren, kontrollierten Umgebung. Über digitale Zwillinge, also virtuelle Kopien von realen Umgebungen, erlernen Mitarbeitende komplexe Fertigkeiten in einer sicheren, kontrollierten Umgebung. So können sie ihre technischen Fähigkeiten ausbauen, bevor sie an echten Projekten mitarbeiten.

Die professionelle Dienstleistungsbranche setzt VR auch ein, um die Soft Skills von Mitarbeitenden zu stärken. Mithilfe dieser Technologie können sie die Arbeitsplatzkultur erleben, sich in ihre Kolleg*innen hineinversetzen und herausfinden, wie sie sie besser unterstützen können.

Mit virtuellen Lernplattformen wie Bodyswaps oder Cornerstone können Unternehmen immersive Schulungsprogramme erstellen, z. B. für VR-Soft-Skills-Trainings, in denen sich wesentliche Kompetenzen für Kommunikation, Zusammenarbeit und Führung verfeinern lassen.

„Unserer Meinung nach nimmt VR in der gesamten Branche eine Schlüsselrolle ein“, erläutert Minh. „Wir sehen Lern- und Entwicklungschancen für Soft Skills wie Führungskompetenzen oder Präsentationsgeschick. Dank VR lassen sich solche Fähigkeiten so oft üben, wie man möchte, und das in einer psychologisch sicheren Umgebung.“

Außerdem, sagt Minh, lassen sich mit VR Verhaltensänderungen erzielen. „Es ist möglich, Menschen über unterschiedliche Kulturen hinweg zu schulen und immersive Umgebungen zu schaffen, die sie auf der emotionalen Ebene ansprechen. Die Mitarbeiter*innen können sich damit identifizieren, was sie im Headset tun und erleben.“

VR-Besprechungen zwischen den Mitgliedern eines Teams, die in einer Virtual-Reality-Umgebung zusammenarbeiten

Bessere Remote-Zusammenarbeit und Produktivität in der professionellen Dienstleistungsbranche mit VR

Professionelle Dienstleistungsanbieter setzen VR für immersive Besprechungen und die Projektzusammenarbeit in einer gemeinsamen virtuellen Umgebung ein. Dadurch wird die Präsenz und die Unmittelbarkeit eines realen Büros nachgebildet, jedoch ohne die räumliche Trennung. So können sich Teams vernetzen und zusammenarbeiten, als wären sie am selben Ort.

Ein Beispiel: Mit Apps wie Zoom oder Microsoft Mesh lassen sich Teams als HorizonOS-Ganzkörper-Avatare darstellen. Im Rahmen von Virtual-Reality-Meetings können Kolleg*innen damit gemeinsam in Echtzeit brainstormen und interagieren.

Dank VR können Fachkräfte auch ohne Störungen oder Ablenkungen in einer virtuellen Arbeitsumgebung arbeiten. Ob Teammitglieder von zu Hause oder im Büro arbeiten: Ihr Headset wird zu einer natürlichen Erweiterung ihres Rechners und der Computerbildschirm lässt sich in den virtuellen Bereich streamen.

Zusätzlich bietet die Technologie neue Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität von Arbeitskräften. So zeigte eine Studie über Meta Horizon Workrooms von 2022, dass „VR das Potenzial hat, die Produktivität zu steigern, indem es dem*der Einzelnen mehr Spielraum für Ausdruck und Engagement bietet und die aktive Teilnahme an Entscheidungsprozessen ermöglicht.“ Die Autor*innen der Studie sind der Meinung, dass sich dies teilweise mit Umgebungen erreichen lässt, in denen Avatare für ein Gefühl von größerer sozialer Präsenz sorgen.

Die professionelle Dienstleistungsbranche setzt jetzt bei der Optimierung von Lernen, Zusammenarbeit und Produktivität auf VR. Diese faszinierende Technologie bringt verteilte Teams näher zusammen als je zuvor. Für einzelne Mitarbeiter*innen eröffnet VR die Möglichkeit von immersiven Schulungen, Virtual-Reality-Onboarding und VR-Besprechungen und steigert so Effizienz, Engagement und Zufriedenheit.

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