Warum VR und Emotionen der Schlüssel für die Zukunft des Arbeitens sind

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Alice Wroe hinter den Kulissen

Alice Wroe ist XR Lead beim Atlantic Institute. Ihre Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Kreativität, Technologie und sozialer Gleichberechtigung. Sie erforscht regelmäßig, wie immersive Erlebnisse zu einer gerechteren Zukunft führen können und unser Verständnis davon vertiefen, was es bedeutet, Mensch in digitalen Räumen zu sein.

Als Creative Director für Mica, der digitalen Person von Magic Leap, spielte sie eine Schlüsselrolle bei KI mit emotionaler Intelligenz und erlangte dadurch einen seltenen Einblick darin, wie Präsenz und Emotionen das Lernen, die Zusammenarbeit und die Verbindung in virtuellen Umgebungen verändern können.

Mit einem Erfahrungsschatz, der globale Vortragsplattformen, ethische Führungsrollen in neuen Technologien und kreatives Storytelling für wichtige kulturelle Institutionen umfasst, bringt Alice die multidisziplinäre Perspektive mit, die es für die Erklärung braucht, warum VR und Emotionen der Schlüssel zur Zukunft des Arbeitens sind, die Meta aufbaut.

Wann wurde dir klar, dass VR starke Emotionen hervorrufen kann?

Das erste XR-Erlebnis, das mich wirklich umgehauen hat, war eine Zusammenarbeit zwischen einer Band und einem Tech-Startup. Ich war hin und weg. Ich bin voll und ganz in den Song eingetaucht, und meine Sinne waren aufs Angenehmste durcheinander: Ich hatte das Gefühl, ich könnte Farben berühren und Klänge sehen. Ich hatte nicht erwartet, dass ich so viel fühlen würde, so frei von meinem Körper und meinem Standort. Ich bestand in diesem Moment nur noch aus Emotionen.

Ich bin durch Ideen geschweift und als ich wieder in der physischen Welt ankam, fühlte ich mich wie neu, frisch, klar und motiviert. In diesem Moment wurde mir klar, dass VR nicht nur eine Technologie ist, sondern ein kreatives Medium, das unseren Erfahrungshorizont sowohl in Bezug auf uns selbst als auch auf die Welt um uns herum erweitern und transformieren kann.

Bald darauf begann ich, im Bereich Creative Direction für VR zu arbeiten, und untersuchte, wie sich das Medium einsetzen lässt, um das Nutzungserlebnis zu optimieren, indem wir Nutzer*innen in Räume einladen, die ihre Perspektive und ihre Sicht auf die Welt verändern.

Wie verändert deiner Meinung nach diese emotionale Kraft der VR unsere Arbeitsweise?

Emotionen haben bei unserer Arbeit schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Doch als seriöse Berufstätige werden wir oft dazu angehalten, sie zu unterdrücken und Gefühle auf unser Privatleben zu beschränken. In der VR habe ich das Gegenteil erlebt. Ich habe gesehen, wie Menschen unter ihren Headsets weinten, weil sie etwas gesehen hatten, bei dem Gerechtigkeit verschafft wurde. Mithilfe der VR werden die wichtigsten Gefühle mit Verantwortlichen, Spender*innen und Kund*innen geteilt und so Konzepte in die Tat umgesetzt.

Für mich liegt der tatsächliche Mehrwert dieser Technologie für Arbeitsplätze nicht nur in einem veränderten Narrativ, sondern darin, mit Kolleg*innen in Kontakt zu bleiben, auch wenn man physisch nicht zusammen ist. Wir können die zwischenmenschliche Chemie und zufällige Begegnungen nutzen, die bisher nur aus persönlichen Interaktionen bekannt war. Dank VR fühlen sich Teams stärker miteinander verbunden und sind in der Lage, auch über Kontinente hinweg effektiv zusammenzuarbeiten.

Welche Unternehmensbeispiele von Meta Quest haben dich am meisten beeindruckt und warum?

Die Fallstudien, die wir im Hero-Film vorgestellt haben, waren toll zu sehen. Sie alle zeigen, wie Menschen mithilfe der VR mehr Emotionen erleben und so mehr lernen, besser zusammenarbeiten und schneller eine engere Bindung aufbauen.

Emotionen sind zwar der gemeinsame Nenner, aber trotzdem führt jede Story sie in eine andere Richtung. Es war schön zu sehen, wie erleichtert das Mortenson-Team war, als es Probleme entdeckte, die nie zu Problemen wurden, und wie stolz die CUPRA-Mitarbeitenden waren, als sie sich auf die Magie dieser Innovation einließen.

Für mich persönlich sind Erfolgsgeschichten in den Bereichen Gesundheit und Bildung immer besonders interessant. Sie zeigen, wie VR das Lernen leichter und positiver gestalten kann, egal ob im Klassenzimmer oder im Operationssaal. Sie berücksichtigt, dass wir alle unterschiedlich lernen, und zeigt gleichzeitig, dass diese Unterschiede nicht zu Distanz führen müssen, da in einer einzigen Session verschiedene Bedürfnisse auf unterschiedliche Weise erfüllt werden können.

Gibt es andere starke, emotionale Anwendungsfälle in der VR, die deiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdienen?

Ich arbeite mit den Atlantic Fellows zusammen, einer globalen Gemeinschaft aus aufstrebenden Führungskräften, die sich für eine gerechtere Welt einsetzen. Eines der größten Privilegien meiner Arbeit ist es, dass ich mitverfolgen kann, wie die Fellows ihr Fachwissen in den VR-Bereich einbringen. Community-Leader*innen, Künstler*innen und sogar Zahnärzt*innen nutzen VR, um ihre Arbeit und ihren Kampf für Gerechtigkeit zu stärken.

Ein Beispiel, das mir im Gedächtnis geblieben ist, ist Dr. Adekemi Adeniyan, eine Zahnärztin im ländlichen Nigeria, die eine Bewegung für Mundhygiene ins Leben gerufen hat. Ihr VR-Werk „Girl Who Found Her Smile“ erfüllt junge Menschen mit Freude, Staunen und Neugier und verwandelt diese Emotionen in realen Einfluss, indem es Communitys ohne Zugang zu zahnmedizinischer Versorgung aufklärt.

Ein weiteres Beispiel ist „Girl, Earth, Fire, Time“ der Atlantic Fellows Dana Waldrath, Dylan Valley, Bongiwe Lusizi und Nasser Elderoos. Dieses Werk schürt Trauer, Hoffnung und Entschlossenheit und zeigt, dass Genozid kein unausweichliches Schicksal ist, sondern systemische Ursachen hat, die man bekämpfen kann. Und in „The Hope Gap“ stellt Dela Wilson die Kraft der Hoffnung in den Mittelpunkt, um zu gemeinsamem Handeln zu inspirieren und sich für eine globale Entschädigungspolitik stark zu machen. Es ist eine große Ehre, Fellows zu unterstützen, die lernen, wie sie mithilfe der VR Emotionen nutzen können, um für mehr Gerechtigkeit einzustehen.

Was mich in diesem Bereich hält, ist die Möglichkeit, Technologie zu nutzen, um Menschen zu bewegen und Sinn zu stiften. Angesichts der zunehmenden Fragmentierung unserer Welt – insbesondere der digitalen Welt – ist Empathie heute wichtiger denn je. Diese Technologie muss uns nicht isolieren. Sie kann uns auch zusammenbringen – in einen Raum, der auf Respekt, Verbindung und Verständnis basiert.



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