Die Vorteile der VR-Technologie für die Industrie

Virtual Reality (VR) für die Industrie sorgt dafür, dass Unternehmen ihre Schulungen zeitlich straffen und trotzdem weiterhin sicher gestalten sowie immersive Reviews launchen und datengesteuertes Design für ein optimiertes Geschäftsergebnis bieten können.
In Schulungssimulationen in der VR und Mixed Reality (MR) können beliebige Schritte eingeübt werden, von wesentlichen Sicherheitsabläufen bis hin zu komplexen Fertigungsprozessen. Die Kosten oder Risiken realer Übungen werden dabei vermieden. Ein weiterer Pluspunkt dieser Technologie für Hersteller sind digitale Zwillinge: Damit können sie Fabriken und Herstellungsprozesse nachbilden und so risikofrei neue Arbeitsansätze ausprobieren.
Mit VR-Technologie die Aus- und Weiterbildung in der Industrie optimieren
In immersiven Lernerlebnissen werden – dank hochentwickelter Technologien wie VR, MR und Augmented Reality (AR) – riskante Szenarien aus der Fertigung in einer risikoarmen Umgebung simuliert und so die Auswirkungen auf Personal und Fertigungsablauf minimiert. Zu den fortgeschrittenen Beispielen aus der Industrie gehören virtuelle Walkthroughs, interaktive Campusführungen, technische Reparaturleitfäden und die AR-Wartung.
Auf VR-Schulungsplattformen wie SkillsVR, ThingLink und Uptale lassen sich großartige interaktive Lernerlebnisse gestalten. Apps wie 3Spin Learning bieten Schulungen für das Vermitteln von Soft Skills. Und Softwarehersteller wie Siemens, Fracture Reality, LuminousXR oder ForgeFX stellen Inhalte speziell für die Industrie zur Verfügung.
So können Hersteller ihre Mitarbeiter*innen mit MR schnell auf den neuesten Stand bringen. Laut einer Studie der Forrester Consulting berichteten 93 % der Führungskräfte, dass ihre Mitarbeitenden in weniger als einer Stunde mit der Technologie zurechtkamen. Von entscheidender Bedeutung ist, dass sich durch das Lernen in der Mixed Reality (MR) Unfälle vermeiden lassen können: 75 % der Befragten meinten, ihre Mitarbeiter*innen würden dadurch in einer risikoarmen Umgebung für den Umgang mit Gefahrensituationen geschult.1
Die Reaktion der Beschäftigten in der Industrie zu Aus- und Weiterbildung mit VR/MR ist ebenfalls positiv: 70 % der Führungskräfte berichteten, dass Mitarbeitende dank der Technologie besser an Inhalte herangeführt werden, und 77 % rechnen mit positiven Auswirkungen auf ihre Beschäftigten. Diese Vorteile könnten von Dauer sein. Die meisten Organisationen (75 %) gehen davon aus, dass sich VR-/MR-Schulungen produktivitätssteigernd auswirken werden, und 74 % sind der Meinung, dass die Technologie zur Förderung der Mitarbeitendenbindung beitragen wird.2
Einsatz von VR für modernste Fertigungstechnologie mit digitalen Zwillingen und datengesteuertem Design
Digitale Zwillinge stützen sich auf Live-Datenfeeds. Unternehmen können so Produktionsanlagen nachbilden und mit A/B-Tests verschiedene Arbeitsweisen vergleichen. Durch den Einsatz dieser Technologie in der Industrie lassen sich dank 3D-Modellen und VR-Walkthroughs Zeit und Kosten sparen. Die beiden folgenden Beispiele aus der Fertigungstechnik zeigen, wie sich mit digitalen Zwillingen der Betrieb optimieren und die Kosten senken lassen.
Einer dieser Hersteller ist Mortenson. Bei dem Bauunternehmen waren gelegentlich nach der Konstruktionsphase Probleme mit Software, Sicherheit und Barrierefreiheit aufgetreten, die potenziell zu teuren Auftragsänderungen oder einem erhöhten Betriebsrisiko für den Kunden führen konnten. Also erstellte das Unternehmen einen Konstruktionszwilling und schaltete immersive Reviews frei. Fünfzig Expert*innen aus zehn Unternehmen wiesen nach einem Walkthrough durch die 3D-Modelle auf mehr als 600 Punkte hin – und sparten dem Unternehmen so geschätzte 26.500 USD an Baukosten.
Der Snackhersteller Mondelēz dagegen hatte das Augenmerk auf der Optimierung von Forschung und Entwicklung. Mit der virtuellen Office-App Arthur baute er ein digitales Innovationszentrum. Dann setzte er das 3D-Design- und Kollaborationstool Gravity Sketch ein, um ein virtuelles Studio einzurichten. In dieser immersiven Umgebung konnten die Designer*innen Ideen gestalten, anderen mitteilen und sich darüber austauschen. So ließ sich der Produktdesignprozess für neue Snacks beschleunigen. Mit dem Einsatz von VR-/MR-Technologie in der Industrie konnte Mondelēz seine 3D-Konzeptdesignphase von mehreren Wochen auf nur ein paar Stunden verkürzen.
Immersive Kommunikation dank VR-Technologie in der Industrie
Von Sales Pitches bis hin zu interaktiven Führungen – immersive Inhalte erwecken Fertigungskonzepte zum Leben und machen Komplexes leicht verständlich.
Ein Beispiel ist Lufthansa: Die Fluggesellschaft hat das Borderlebnis in der MR nachgebildet, um so sein neues Sitzkonzept für Langstreckenflüge vorstellen zu können. Bislang wurden dazu reale Modelle der Kabine angefertigt und auf Messen ausgestellt. Die Schulung der Mitarbeitenden erfolgte in echten Maschinen – ein kostenintensives und komplexes Verfahren. Stattdessen entwickelte Lufthansa nun gemeinsam mit seinen Partnern Meta und der Marketingagentur MSM.digital eine leicht skalierbare MR-Anwendung.
Heute wirst du mit dem Meta Quest-Headset direkt zu einem virtuellen Sitzplatz in der Business Class transportiert. Ein Klick auf eine Taste, und das Tablett mit deiner Bordmahlzeit steht vor dir. Oder du kannst, ganz wie in einem realen Flugzeug, deine private Kabine öffnen und schließen. Mit dieser Neuerung konnte Lufthansa nicht nur die Ausstellungskosten drastisch reduzieren (um 80 % verglichen mit realen Ausstellungsstücken), sondern auch die Interaktionen mit der Zielgruppe um ein Zehnfaches steigern. Der Erfolg des Programms hat die Airline dazu angespornt, den Einsatz von MR-Technologie auf Schulungen in anderen Unternehmensbereichen auszuweiten, etwa die unerlässliche Wartung der Triebwerke und den Kund*innenservice.
Dank VR/MR brauchen sich Hersteller und ihre Kund*innen nicht mehr vorzustellen, wie eine technische Zeichnung oder eine Bildschirmdarstellung in 2D in der Realität aussehen wird – sie können es hautnah erleben. Mithilfe virtueller Nachbildungen können Teams Feedback geben und sofort Iterationen entwickeln, sodass Produkte schneller auf den Markt gebracht werden können und der Bedarf an teuren Prototypen minimiert wird.
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Quellen
1–2. Studie von Forrester Consulting im Auftrag von Meta, April 2025. Grundlage: 108 Entscheidungsträger*innen, die an Entscheidungen zu Technologien für Weiterbildung und Entwicklung in Fertigungsunternehmen in Nordamerika und Europa mitwirkten.


